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Lars Schaath ist neuer Fachbereichsleiter bei der Stadt Tönisvorst

Mitteilung vom 28.06.2018 (archivierte Mitteilung)

Seit 1. Mai neuer Fachbereichsleiter für Personal, Organisation, IT sowie Erziehung und Bildung bei der Stadt Tönisvorst: Lars Schaath (44).

Walzen, Wirbel, Presswasser und unregelmäßige, hohe Wellen. In diesem schnellfließenden Wildwasser muss der Athlet sein Kanu steuern. Was entsprechendes Reaktionsvermögen, Ausdauer und Geschicklichkeit verlangt. Diese Sportart übte Lars Schaath – gebürtiger Niederrheiner - von seinem 9 bis zu seinem 27 Lebensjahr aus, hat sogar Deutschland in der Nationalmannschaft vertreten. Seit dem 1. Mai arbeitet der 44-Jährige für die Stadt Tönisvorst: Als Fachbereichsleiter für Personal, Organisation und IT sowie Erziehung und Bildung. Hierzu gehören auch die Kindertages-, Jugendfreizeit- und OGS-Einrichtungen, sowie die Stadtbibliothek, mit insgesamt rund 170 Mitarbeitern.

An dem Software-Programm "JUGIS" mitgewirkt

Zuvor war er bei der Stadt Viersen tätig, hat hier von 2002 bis 2007 im Bereich Personal- und Organisationsangelegenheiten unter anderem Projekte zur Einführung eines Personalentwicklungskonzeptes oder Personalkostencontrollings gesteuert. Ebenso gehörte dazu die Erarbeitung projektbezogener Strategien zur Steuerung der Gesamtverwaltung. Mit dem Wechsel in den Fachbereich Jugend und Familie entwickelte er den dortigen Bereich Steuerungsunterstützung. In der Fortentwicklung wurden alle steuerungsrelevanten Themen in einer Abteilung Verwaltung und Steuerung der Jugendhilfe gebündelt, deren Abteilungsleitung er – bis zum Wechsel in die Apfelstadt inne hatte. Mitgewirkt hat er an dem Software-Programm „JUGIS“, dem Jugendamtsinformationssystem des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein. Des Weiteren ist er im Gutachterausschuss beim KGSt – einer übergeordneten Institution, die seit 69 Jahren Kommunen in Managementfragen berät.

Warum Tönisvorst?

Was ihn an der in Tönisvorst ausgeschriebenen Stelle gereizt hat? „Das ,Mehr‘ an Gestaltungsmöglichkeiten“, so Schaath. Hatte er in Viersen bereits intensiv mit Personalfragen, Steuerung sowie dem Bereich Kinder und Jugend zu tun, kann er in dem neuen Fachbereichszuschnitt vieles aus dem vorherigen Bereich neu miteinander vernetzen – etwas, das ihm mit Blick auf das Thema Verwaltungsmodernisierung ein wichtiges Anliegen ist. „Digitalisierung ist zum einen bei den Schulen ein sehr wichtiges Thema – wofür bereits mit „Gute Schule 2020“ erste Fördermöglichkeiten geschaffen sind. Das setzt sich im Bereich Bürgerorientierung fort, wo man elektronische Zugangsmöglichkeiten zur Verwaltung – Stichwort eGovernment - schaffen muss, aber ohne die außen vor zu lassen, die damit nicht so vertraut sind“, so der 44-Jährige. Schließlich ginge es darum, Angebote vorzuhalten, von denen alle profitierten.

"Personal ist das größte Kapital"

Eine Verwaltung versteht er als Dienstleistungsbetrieb. „Womit das Personal das größte Kapital ist, das der Pflege bedarf“, wie er lächelnd hinzufügt. Wie kann eine Verwaltung mit eher starrem Tarifgefüge gegen die Privatwirtschaft gewinnen? „Eine gute Unternehmenskultur, vernünftige Einarbeitung, angenehme Arbeitsbedingungen – bis hin zu einer flexibleren Gestaltung der Arbeitszeiten – und insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Work-Life-Balance sind Themen, mit denen man punkten kann“, sagt er. Einer seiner größten Herausforderungen heißt auch Personalgewinnung im sehr personalintensiven Bereich Kinder und Jugend. „Allein in Deutschland fehlen nach aktuellem Stand rund 40 000 Erzieherinnen und Erzieher“, so Bürgermeister Thomas Goßen. Eine Facette von verschiedenen Lösungsansätzen könnte eine praxisintegrierte Ausbildung sein, sprich die Ausbildung zum Erzieher parallel zur Schule.

Vernünftige Art der Kommunikation unerlässlich

Ob er Tönisvorst bereits vorher kannte? „Ja, von unserer Hochzeit“. So haben seine Frau und er im Mertenshof die Hochzeit ausgerichtet. „Ein wunderschöner Ort, auf den wir nach aktiver Suche gestoßen sind“, so Schaath.

Sein Wunsch ist es, alle seine rund 170 Mitarbeiter binnen der nächsten zwei Monate einmal persönlich kennen zu lernen. Gute Kommunikation hält er für wesentlich. Nach seinem Lebensmotto gefragt, sagt er: Ein Spezielles habe er nicht, außer dass er daran glaube, dass man mit jedem vernünftig umgehe könne. Man müsse nicht jeden mögen, aber eine vernünftige Art der Kommunikation sei unerlässlich.

Text: (cp)

 

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