Inhalt

Karneval: 'Im Dauereinsatz, weil andere völlig entgleisen'

Mitteilung vom 06.03.2019 (archivierte Mitteilung)

Sieben wichtige Buchstaben: Respekt. Etwas, das sich Bürgermeister Goßen für den öffentlichen Raum an Karneval wünscht. Foto: (cp)

Hauseingänge und Toreinfahrten als öffentliche Toilette missbraucht, Angriffe auf Mitarbeiter der Ordnungsbehörde und jede Menge so genannter “Intoxikationen”: “Wir haben Feiernde gehabt, die das Kulturgut Karneval zu schätzen wissen und im absolut positiven Sinne gefeiert haben. Und dann haben wir leider Personen, die keinerlei Limit kennen und mit diesem Kulturgut nicht umgehen können. Tendenz aktuell leider steigend”, so Bürgermeister Thomas Goßen, auch Chef der Ordnungsbehörde.

Die Zahlen? Schon im vergangenen Jahr hat es eine Verdoppelung der Notfalleinsätze des DRK im Vergleich zum Vorjahr gegeben. Auf 40. Dieses Jahr gab es zirka 3000 Besucher weniger. Dennoch stieg die Zahl der Notfalleinsätze des DRK auf 46 – allein sieben davon nach Gewaltdelikten.

Appell des Bürgermeisters: “Mehr Respekt. Mehr Respekt vor der ganzen Arbeit, die Mitglieder der Karnevalsvereine in ihrer Freizeit leisten, damit wir überhaupt Ort und Anlass haben, Karneval zu feiern. Mehr Respekt vor dem öffentlichen Raum – es ist unser aller Eigentum. Mehr Respekt vor dem Eigentum anderer. Ich glaube, keiner hat Lust, den Hauseingang von Unrat oder anderem zu befreien. Vor allem aber Respekt vor dem Leben und der Gesundheit anderer Menschen. Seien es Mitfeiernde, ehrenamtliche Rettungskräfte oder Mitarbeiter der Ordnungsbehörde”, so Goßen. “Es ist ein mehr als trauriges Bild, dass Rettungs- und Vollzugskräfte im Dauereinsatz sein müssen, weil andere völlig entgleisen”, so Goßen.

Text & Foto: (cp)

 

@@teaser