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Haushaltsentwurf: Wofür gibt die Stadt Geld 2018 aus?

Mitteilung vom 27.10.2017 (archivierte Mitteilung)

Wenn der Chef von Amazon – der laut Forbes zurzeit zweitreichste Mann der Welt – nachts acht Stunden schläft, hat er 38,5 Mio Euro erwirtschaftet. Das ist gut die Hälfte des Jahreshaushaltes der Stadt Tönisvorst. Denn für das kommende Jahr sieht der Haushaltsentwurf der Apfelstadt Einnahmen in Höhe von 63,5 Millionen Euro und Aufwendungen in Höhe von 65 Millionen Euro vor. Was soll damit nächstes Jahr alles bestritten werden?

Über 2 Millionen Euro für Sanierung und Brandschutz

635 000 Euro zusammen wird allein der Brandschutz an der GGS Hülser Straße, der Schule Kirchenfeld, dem Schulzentrum und dem Jugendfreizeitzentrum in 2018 zusammen verschlingen. Darüber hinaus stehen reguläre Instandhaltungsmaßnahmen an den Schulen und öffentlichen Einrichtungen an: Fast eine halbe Million -  482 000 Euro - gehen in die Instandhaltung und Sanierung des Schulzentrums Corneliusstraße. Hier müssen beispielsweise Entwässerung und Dachhaut erneuert werden.

250 000 Euro braucht nächstes Jahr die Schule Kirchenfeld – unter anderem für die Erneuerung der Kanalisation im Keller oder für die Sanierung des Daches. Weiterer großer Instandhaltungsposten: Das Familienzentrum am Wiemespfad mit 387 000 Euro, das energetisch saniert wird.

Und wo wird die Stadt 2018 neu investieren?

Zirka 150 000 Euro kosten die neuen Telefonanlagen für die Schulen: Hier muss von ISDN auf Voice-over-IP umgestellt werden. 90 000 Euro wird die LED-Umrüstung der Ampelanlagen kosten, mit der man langfristig Energiekosten einsparen will. Dann sollen die Schulhöfe von der Katholischen Grundschule an der Schulstraße und an Gemeinschaftsgrundschule in Vorst für jeweils 10 000 Euro neu gestaltet werden. Je 20 000 will die Stadt in den Kinderspielplatz „Am Wasserturm“ und im Freizeitgelände „Pastorswall“ investieren. 140 000 Euro sind für die Spielplätze in Vorst vorgesehen, 36 000 Euro für den Spielplatz im Neubaugebiet „Von-Sahr-Straße“. 80 000 Euro sind für den Parkplatz Willicher Straße reserviert.

Soweit der grobe Entwurf der Verwaltung, der aktuell öffentlich einsehbar ist. Ob das Geld tatsächlich – wie vorgeschlagen – im nächsten Jahr so ausgegeben wird: Das hängt von der Entscheidung des Stadtrates ab. Beraten soll der Stadtrat am Mittwoch, 15. November, ab 18 Uhr im Ratssaal St. Tönis, Hochstraße 20a, 1. Etage.

 

Eckdaten des Haushaltes:

  • Gesamtbetrag der Aufwendungen: 65 Millionen Euro.
  • Gesamtbetrag der Einnahmen: 63,5 Millionen Euro.
  • Damit entsteht ein Minus in Höhe von 1,5 Millionen Euro, das durch Verringerung der allgemeinen Rücklage ausgeglichen wird.

Ausgewiesen im Haushaltsentwurf ist der Zuschussbedarf je Einwohner in Euro und - dieses Jahr neu - in Grundsteuerpunkten. Beispiele:

  • Jährlich 18,52 Euro beträgt der fiktive Zuschussbedarf je Einwohner bei dem Produkt Rat, Ausschüsse, Fraktionen. In Grundsteuerpunkten sind das 58,25.
  • Eher gering ist der Zuschussbedarf je Einwohner für die Wahlen: Der liegt bei umgerechnet 20 Cent oder 0,63 Grundsteuerpunkten. 
  • Bei 58,34 Euro pro Einwohner liegt der fiktive Zuschussbedarf bei den Offenenganztagsgrundschulen. Denn: Zieht man die von Eltern gezahlten Beiträge ab, bleibt immer noch pro Schüler ein Zuschussbedarf von 4.438,29 Euro. In Grundsteuerpunkten ausgedrückt sind das 183,48. 385 Schüler nutzen insgesamt das Angebot
  • Bei 406,05 Euro je Einwohner – oder 335,74 Grundsteuerpunkten liegt der Zuschussbedarf für die Unterhaltung- und Instandsetzung der öffentlichen Straßen und Wege, sowie Wirtschaftswege, Straßenbeleuchtung und Lichtsignalanlagen.

Öffentlich einsehbar ist der gesamte Datensatz unter https://www.toenisvorst.de/de/abt3/kaemmerei/.

Text: (cp)

 

 
 
 

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