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Broschüren informieren über verschiedene Grabarten

Mitteilung vom 08.11.2018

Von der Friedhofsverwaltung der Stadt Tönisvorst: Andrea Laarmanns, Abteilungsleiterin Tiefbau, sowie Monika Flöth, die hier die neue Urnenkammeranlage auf dem St. Töniser Friedhof vorstellen - eine von rund 10 verschiedenen Grabarten auf den Tönisvorster Friedhöfen. Foto: (cp)

“Wir haben festgestellt, dass die Leute sich vorher informieren möchten”, sagt Andrea Laarmanns, Abteilungsleiterin Tiefbau mit dem Bereich Friedhofsverwaltung. Und so hat die Stadt Tönisvorst jetzt sieben Broschüren herausgegeben, in denen man sich über die unterschiedlichen Grabarten informieren kann. “Ein Grundgedanke war auch, dass viele Menschen sich anonym beerdigen lassen wollten, um niemanden mit der Grabpflege später zur Last zu fallen. Aber jeder Mensch hat etwas in seinem Leben bewegt. Dass darf nicht der Anonymität zum Opfer fallen. Weshalb wir andere Grabarten eingeführt haben – wie die Urnenkammern oder Urnengemeinschaftsgräber -, die wir hier auch vorstellen möchten“, sagt Monika Flöth von der Friedhofsverwaltung der Stadt.

Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Ansätze: Die Wahlgräber – zu denen Gruften, Wahlgräber für Erdbestattungen oder beispielsweise Urnenwahlgräber gehören. Oder eben Reihengräber; in Form von Urnengemeinschafts- oder Rasenreihengräbern.

Das Wahlgrab

“Wahlgräber bieten sich insbesondere für Menschen an, die später mit ihren Angehörigen bestattet werden möchten. So kann man bei einem Wahlgrab für mehrere Stellen ein Nutzungsrecht erhalten — und dies auch bereits im Voraus. Zudem lässt sich das Nutzungsrecht verlängern“, erläutert Monika Flöth. So entschieden sich viele Familien für diese Grabart, weil generationsübergreifend bestattet werden kann. „Zudem erlaubt ein Wahlgrab die Wahl der Lage innerhalb des Gräberfeldes“ erläutert Andrea Laarmanns. Und man sei – so Monika Flöth - bei der Gestaltung freier, als bei anderen Grabarten. So könne man beim Wahlgrab — im Rahmen der Friedhofssatzung — eine Grabstätte herrichten, die die Persönlichkeit der verstorbenen Angehörigen aufgreife und widerspiegele.

Im Rahmen der Vorsorge bietet die Stadt Tönisvorst auch die Möglichkeit an, Wahlgrabstätten zu Lebzeiten zu erwerben. Und nach Ablauf der Ruhezeit – 30 Jahre für Erdbestattungen und 20 Jahre bei Urnengräbern – sei ein Wiedererwerb möglich.

Reihengräber

Bei Reihengräbern handelt es dagegen um Einzelgräber, die der Reihe nach belegt werden – so, dass man auch keinen Einfluss auf die Lage hat. Ebenso ist kein Wiedererwerb möglich – womit ein Familiengrab nicht möglich ist. Reihengräber kann man für eine Erdbestattung im Sarg oder aber auch für Urnen erwerben. Nach Ablauf der Ruhezeit werden die Grabstätten abgeräumt und eingeebnet. Ein Wiedererwerb ist nicht möglich.

Urnenkammern

Seit 2011 gibt es zudem Urnenkammern. Aus hellem, glatt poliertem Granit erstellt, erheben sich rund 1,30 Meter hohe Säulen in die Höhe, die in einem Halbkreis angeordnet sind. In einer rechteckigen Säule jeweils enthalten: Einzelne Urnenkammern, die über eine Grabgröße von 40 x 40 x40 Zentimeter verfügen. Auf der Vorderseite der Grabkammer befindet sich die Verschlussplatte. Hier wird der Name des Verstorbenen eingelassen. Drei Schmuckurnen oder vier Aschekapseln können in einer Urnenkammer beigesetzt werden. Mit jeder Beisetzung verlängert sich die Nutzungszeit wieder um die neue Ruhezeit.

Urnengemeinschaftsgrab

Weitere „Neuerung“ im Vergleich zu der klassischen Erdbestattung: Das Urnengemeinschaftsgrab. Bei dieser Beisetzungsart werden jeweils 10 Urnen der Reihe nach in der Erde beigesetzt – innerhalb einer optisch in sich geschlossenen Anlage, die drei Mal im Jahr jahreszeitlich angepasst neu bepflanzt wird. An die verstorbene Person erinnert entweder eine im Boden eingelassene Liegeplatte mit Namen oder aber ein zentraler Gedenkstein, auf welchem der Name eingraviert ist. Die Verpflichtung zur Grabpflege entfällt. „Im Erwerb der Grabstätte sind die Kosten für die 20-jährige Pflege, die saisonale Bepflanzung und die Grabmalplatte inklusive Beschriftung mit Vor– und Nachnamen enthalten“, erläutert Monika Flöth.

Die Flyer im Einzelnen

Wer sich die Flyer der Friedhofsverwaltung anschauen möchte: Diese werden in den kommenden Tagen in den Foyers der Verwaltungsgebäude oder aber man kann sie auch direkt als PDF unten auf der Seite Friedhofsangelegenheiten einzeln herunterladen.

Text & Fotos: (cp)

 

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