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Schadensbilder

Ergibt sich nach der Funktionsprüfung durch den Sachkundigen ein Sanierungserfordernis, muss bei großen Schäden (Schadensklasse A) eine kurzfristige Sanierungsfrist vorgegeben werden. Bei mittleren Schäden (Schadensklasse B) soll eine Sanierung innerhalb von zehn Jahren durchgeführt werden. Geringfügige Schäden, Bagatellschäden, müssen nicht saniert werden.

Beispiele für typische Schäden an Abwasserleitungen finden Sie im sogenannten NRW-Bildrefernzkatalog. Dieser ist als informative Orientierungs- und Arbeitshilfe für Grundstückseigentümer, für die anerkannten Sachkundigen wie auch für die Städte und Gemeinden im Umgang mit den Ergebnissen von Zustands- und Funktionsprüfungen an privaten Abwasserleitungen sowie zugehöriger Einsteigeschächte oder Inspektionsöffnungen gemäß Selbstüberwachungsverordnung Abwasser NRW (SüwVO Abw NRW) zu verstehen. Er enthält eine Auswahl charakteristischer Bildbeispiele.  Zu jedem Bildbeispiel findet sich eine Beschreibung der Schadensklassen gemäß DIN 1986-30.

 

Typische Schäden sind:

  • Scherbenbildung
  • Wurzeleinwuchs
  • einragende- oder fehlende Dichtungen
  • Muffenversätze
  • fehlende Rohrstücke

Beispiele:

Scherbenbildung mit Wurzeleinwuchs (links) und Muffenversatz (rechts)
Ansicht Scherbenbildung mit WurzeleinwuchsAnsicht eines Muffenversatzes

 

Informieren Sie sich ausführlich über die Vor- und Nachteile der einzelnen Sanierungsmöglichkeiten. Bei einer Sanierung wird unterschieden zwischen einer Reparatur von Einzelschäden, einer Renovierung der Leitung mittels Inliner, d.h. grabenlose Sanierung durch das Einziehen eines kunstharzgetränkten Gewebeschlauches oder einer Erneuerung der Abwasserleitung.

 

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