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Gelleshof

Der Gelleshof

Auch der Gelleshof im Kehn gehört zu den Adelssitzen in Vorst. Er rechnet zu den ältesten Höfen im Kehn. Noch bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts hatte er das typische Aussehen eines Rittergutes. Tiefe und breite wassergefüllte Gräben umgaben ein altes festes Haus. Den Hof erreichte man wie heute durch das Torhaus. Zunächst mußte man jedoch eine Zugbrücke passieren, die schließlich durch eine feste Brücke ersetzt wurde. Das alte Haus bestand bis 1876. Es wurde in den Jahren bis 1880 durch die Gebäude ersetzt, die wir zum Teil noch heute vorfinden.

Ein Teil der alten Befestigungsanlagen ist bis heute erhalten geblieben, vor allem der sogenannte Berfes links des Torhauses, der Anfang der sechziger Jahre restauriert und wiederum zu einem Wohngebäude hergerichtet worden ist.

Bei dieser Art befestigter Wehrtürme handelt es sich um hölzerne Türme, die dazu bestimmt waren, bei einem feindlichen Übergriff die Bewohner des Hofes und der Nachbarschaft aufzunehmen.

Der aus starken Eichenbalken in Fachwerk konstruierte Berfes am Gelleshof unterscheidet sich von seinen Artgenossen am Niederrhein. Da sich dieses Gebäude für Wohnzwecke als zu eng erwies, wurde 1719 eine Erweiterung vorgenommen. Der Berfes wurde an drei Seiten mit dem heutigen Wohnhaus umbaut. Dabei wurde das Fachwerk des Berfes in der Mitte des Gebäudes stehen gelassen und ein großes neues Dach darüber errichtet.

Auszug aus: Franz Dohr - Vorst - Aus der Geschichte einer Gemeinde, 1979

 

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Impressionen aus Tönisvorst